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Vorträge 2010 / 2011

 

 

Mittwoch, 10.November Philo-Cafe im Bayerischen Hof Starnberg, 19.30 Uhr:

Ernst Friedrich Lauppe und weitere Philo-Freunde:
Ereignis und Gesetz

Gibt es Naturgesetze? Gab es vor dem Urknall Naturgesetze? Wir behandeln die Welt, wie wenn sie nach Normen und Gesetzen funktionieren würde. Das geht auf die Gründungsväter unserer Welt wie Galilei und Descartes zurück: „Das Buch der Natur ist in der Sprache der Mathematik geschrieben“. Spätestens seit Nassim Nicholas Talebs Bestseller „Der schwarze Schwan“ wissen wir, dass wir immer wieder die falsche Mathematik verwenden, vor allem, wenn wir soziale und menschliche Prozesse betrachten und verändern wollen. Misstrauen in die unreflektierte Standardstatistik ist angesagt! Im Einzelereignis liegt die Freiheit, sie ist nicht determinierbar, sie steht den Gesetzesmachern grundsätzlich nicht zur Disposition. Wir werden das intensiv diskutieren mit dem Dürr´schen Chaospendel als Denkhilfe.

Sonntag, 14.November, Philo-Cafe in Andechs in Rolfs Cafe, 15.00 Uhr bis 19.00 Uhr:
Seminar dazu, mit ausreichend Zeit, schwierige Themen genauer zu ergründen, beispielhafte Texte zu lesen, Kaffee und Kuchen zu uns zu nehmen und auch die vorzüglichen Speisen zu probieren und im Chaos zu pendeln. Körperbewegungen werden uns zum frischeren Denken bringen. Dabei erspüren wir die Einheit von Körper, Seele und Geist.  

 

Mittwoch, 8. Dezember
Dr. Hannerose Mattes,
Krankheit und Gesundheit: ein Paradigmenwechsel

Hannerose Mattes hat gerade eben über Salutogenese promoviert und ist auf dem neuesten Stand. Der gesellschaftliche Streit und die Unmöglichkeit, das Gesundheitswesen zu reformieren beruht auf falschem Denken. Glücklicherweise gibt es das Neue schon in Umrissen und es wird überschrieben mit „Salutogenese“. Genauere Ankündigung kommt noch.

 

Mittwoch, 19.1.2011


Hellmut Bölling

Lichterfahrungen großer Denker

 

Es ist bekannt, dass in das Leben vieler großer Denker, Philosophen und Heiliger das Licht eingebrochen ist: Lichterfahrungen. Wie lassen sich die Licht-Einbrüche philosophisch einordnen? Am Beispiel sieben wichtiger Gestalten der Geistesgeschichte - von Hildegard von Bingen über Rousseau bis Nietzsche – fragt Hellmut Bölling, welchen gemeinsamen Sinn die Sinne machen, die da beteiligt waren.

Der Mensch des 21. Jahrhunderts wird Mystiker sein - oder er wird nicht mehr sein! (Karl Rahner / Willigis Jäger). Was bedeutet das zunehmende Interesse an Mystik als individualisierte Religiosität für unsere kulturelle Epoche?



Mittwoch, 9.2.2011

Peter Erlenwein
Konflikt und Transformation

 

Transpersonale Wahrnehmung und integrale Ansätze holistischer Mediation, Konflikte und ihre Bewältigung sind heutzutage nicht  mehr nur  Themen für Sicherheitskonferenzen und strategische Politdebatten. Forscher wie der alternative Nobelpreisträger Johan Galtung oder transpersonale Philosophen wie der Amerikaner Ken Wilber entwickelten im Lauf der letzten  vierzig Jahre ein vielfältiges spirituelles Methodeninstrumentarium, um Konflikte zwischenmenschlicher wie gesellschaftlicher Art schöpferischen Lösungen zuzuführen.  Transzendieren und integrieren heißen die beiden wesentlichen Stichworte dieser Arbeit. Im Zentrum steht dabei das Erkennen der tieferliegenden  strukturellen Bedürfnisse und Interessen der jeweiligen Konfliktparteien. Holistische Mediation solcher Art  setzt bei der grundlegenden Einheit von Person und  Feld an. Diese kann als ein energetisch-atmosphärisches Kontinuum wahrgenommen werden, diesseits wie jenseits  jeder Konfliktsituation. Viele Psychologen betrachten diesen Bewußtseinsraum als das eigentliche Heilmedium. An Hand eines von Galtung entwickelten einfachen Modells werden verschiedene Konfliktszenarien und transformierende Perspektiven aufgezeigt. Grundlage aller Friedensarbeit ist Galtungs Diktum: Konflikt ja, Gewalt nein.

 

Aschermittwoch, 9.3.2010

Ernst Friedrich Lauppe
Engel, Geister, Elfen, Zwerge

Am Aschermittwoch gibt es Anlass über das Faschingstreiben in einer besonderen Form nachzudenken. Haben doch die Menschen gerade mit großem Aufwand die Wintergeister vertrieben, an deren Existenz sie nicht glauben. Die Geschichte des Verhältnisses der Menschen zu den Wesen ohne Körper verläuft parallel zur Geschichte der Philosophie: Die Emanzipation der europäischen Menschen von den Engeln und die Reinigung der Welt von allen anderen Wesen ohne Körper war Voraussetzung für die leere Welt, in der ein einsames Subjekt über die Sachen nachdenken kann (Descartes). Schon Thomas von Aquin, der den Engeln und Gott die Substanz absprach und auch Hildegard von Bingen, die die Engel verniedlichte, leisteten unbeabsichtigt ihren Beitrag zu dieser Entwicklung, wie auch Luther mit den Predigten gegen die Verehrung der Engel. Aus dem Chaos der alten Geisterwelten über die Fülle der Geisterhierarchien des Dionysios Areopagita in die Leere des Berthold Brecht (die drei Götter auf der rosa Wolke). Sollten wir vielleicht angesichts der ökologischen Krise etwas liebevoller werden und die Zwerge bitten, wenigstens der biologischen Landwirtschaft freundlich zur Seite zu stehen?  
Noch eins: das ist kein esoterischer Vortrag. An Hand von Engeln und Zwergen wird die philosophische Begrifflichkeit von Metaphysik und Transzendenz so vorgeführt, dass man verstehen kann, um was es geht. Und ohne dieses Verständnis kann man den folgenden Heidegger Vortrag nicht begreifen.   

 

 

Mittwoch, 13. April 2011

Wolfgang Schenk
Heidegger: Die alte Welt war ohne Weltbild

Heidegger ist der erste Philosoph, der es geschafft hat, die Anschauungsweise Kants zu relativieren, wonach die Welt in das zuverlässige technisch-wissenschaftliche Wissen einerseits und den unzuverlässigen Glauben an Gott, Seele, Transzendenz andererseits zerfällt. Mit seiner neu geschöpften Sprache umgeht er das Problem, dass überall schon sprachlich festgelegt ist, dass unsere Welt in Wissen und Glauben zerfällt – und wir deshalb nicht anders denken können. Um die Einheit der Welt wieder her zu stellen, muss er sprachlich und denkerisch in die Zeiten vor der Renaissance eindringen und teilweise sogar in die Welt vor Platon.  

Wolfgang Schenk wird versuchen, uns verständlich zu machen, wie Heidegger arbeitet und wie es ihm gelingt, die eine Welt wieder her zu stellen. Keine einfache Aufgabe, weder für den Referenten, noch für die Zuhörer. Aber es lohnt sich: Denn Heidegger hat das auf der Ebene der Philosophie vollzogen, was Bohr, Pauli und Heisenberg in der Physik leisteten (Auflösung des Begriffs der Materie), was Gödel mit der Öffnung der mathematischen Systeme gelang und Jung mit der Einführung des kollektiven Unbewussten. Die moderne (insbesondere französische) Philosophie bezieht sich auf Heidegger. Mit einem Grundverständnis von Heidegger kann man die moderne Philosophie verstehen.

 

 

Mittwoch 8.6.2011

Dr. Erwin Häringer:

Im Dialog mit Düften ?!

Evidenzbasierte Pflanzenheilkunde und Aromatherapie

 

Erwin Häringer hat in Naturwissenschaften und Medizin promoviert, ist Arzt in München und hat in der EU und der Bundesrepublik Deutschland dafür gesorgt, dass nicht jedes und alle Pflanzenheilmittel dem de-facto Verbot unterworfen wurden. An seiner Bildung, seiner Sprache und Eloquenz, seiner philosophischen und naturwissenschaftlichen Argumentation kommen auch die zynischen Vertreter der Pharmalobby und die überforderten Politiker und Regierungsvertreter nicht vorbei. Dabei ist Dr. Häringer ein sinnlicher Mensch: Nicht nur, dass er als Feinschmecker eine äußerst positive Sicht auf das Leben hat, er liebt die Düfte und die feinstofflichen Wirkungen der Pflanzen und er erforscht sie. Vom Verband Deutscher Heilpraktiker hat er eine Ehrenmedaille für Verdienste um die Naturheilkunde erhalten. Näheres und Weiteres ist in den Anhängen niedergelegt. 

 

 

Mittwoch, 6.7.2011

Katharina Ceming

Philosophie und Religion Indiens

Verbindungen und Ähnlichkeiten zu Europas Denken und Mystik  

 

http://quelle-des-guten-lebens.de/Flyer.pdfund nach Südindien (http://www.quelle-des-guten-lebens.de/html/sudindien.html). Wir werden an diesem Abend von der Vorbereitung der beiden Reisen profitieren und einen lebendigen und fröhlichen Abend erleben. ) Katharina Ceming ist habilitierte Doktorin der Philosophie und Theologie. Sie hat sich aus dem fundamentaltheologischen Lehrstuhl der Uni Augsburg herausentwickelt und ist nun freie Meisterin mehrerer Klassen: Philosophie, Theologie, Indische Religion und Philosophie. Die Breite ihres Wissens und die Freiheit ihrer Rede ermöglichen es, jede Frage zu stellen und: eine Antwort zu erhalten. Wie hautnah diese besondere Frau das Wissen an jeden einzelnen Menschen zu bringen vermag, zeigt sie in vielen freien Seminaren und demnächst in zwei Reisen, in denen das obige Thema vor Ort bearbeitet wird: Nach Griechenland